
Umweltschutz ist nicht nur ein Thema der internationalen Politik. Auch bei Muslimen hierzulande ist Klimaschutz angekommen. In der arabischen Muhajirin Moschee in St. Georg haben wir die Idee von Fridays for Future aufgegriffen und besondere Freitagsgebete angeboten, vor allem für junge Leute.
Der Name erklärt das Projekt. „Jumua” steht für den Freitag und für das Freitagsgebet. Damit drücken wir aus, dass uns das Thema angeht und dass wir es zum Inhalt unserer Predigt machen, kindes- und jugendgerecht. In der Predigt erklärt der Imam die islamische Sicht auf den Klimaschutz und belegt sie mit Versen aus dem Quran, etwa „Geh mit Wasser nicht verschwenderisch um, auch wenn es mehr als genug gibt.”
Danach wird im großen Kreis diskutiert. Die jungen Leute stellen kritische Fragen. Gibt es in Mekka Mülltrennung? Wie ist die CO2-Bilanz der Öl-Staaten? Und vor allem, was kann ich konkret in Hamburg tun? Wir hatten dazu auch ein Camp mit Besuchen bei Greenpeace und vielen Workshops. Aus solchen Runden kommen Forderungen, dass die Gemeinden selbst nachhaltiger mit ihren Ressourcen umgehen. Genau das nennen wir lokal handeln.
Mir ist eine Botschaft wichtig. Wir Muslime sind facettenreich, und auch Umweltschutz ist unser Thema. Wir beschäftigen uns nicht nur mit dem Kopftuch oder mit klassisch religiösen Fragen, sondern auch mit unserer Hamburger Umwelt und mit unserem Land Deutschland. Wir wollen das Projekt fortsetzen und hoffen, dass es andere Gemeinden inspiriert.
Der NDR hat darüber berichtet, zum Beitrag.
