Manchmal bleibt eine Zahl einfach hängen. Diese hier zum Beispiel, eine kurze Rechnung, deren Ergebnis genau die beiden Ziffern wieder ergibt, aus denen sie besteht.
6 * 9 + 6 + 9 = 69
Erst rechnen, dann schmunzeln. Sechs mal neun ergibt vierundfünfzig, plus sechs, sechzig, plus neun, zusammen neunundsechzig. Aus zwei Ziffern, die sich gegenüberstehen wie gespiegelt, fällt am Ende genau dieselbe Kombination wieder heraus.
Kein tieferer Sinn, keine Botschaft. Nur eine dieser kleinen Symmetrien, an denen man als Zahlenmensch hängen bleibt. Think about it.
Wer beruflich mit IT zu tun hat, trainiert ohnehin den Blick für Muster, in Logfiles, in Zahlenreihen, in scheinbar zufälligen Fehlern. Genau dieser Blick entscheidet im Ernstfall darüber, ob eine Störung früh auffällt oder erst dann, wenn der Server schon steht. Bei dieser Zahl ist es dasselbe Vergnügen, nur ohne Ernstfall. Wie aus diesem Muster-Blick verlässliche IT, die tragen soll, wird, ist eine eigene Geschichte. Noch eine Glosse aus der gleichen Ecke steht in der Windows-Update-Glosse.
Ein Beispiel aus der Praxis, die Quersumme als Checksumme. IBANs, ISBNs und Kreditkartennummern tragen eine Prüfziffer, die aus genau so einer Rechnung entsteht, damit ein Zahlendreher sofort auffällt statt erst beim Buchungsfehler. Log-Analyse-Tools nutzen dasselbe Prinzip in größerem Maßstab, sie suchen nach Wiederholungen und Abweichungen in Zeitstempeln, Fehlercodes und Zugriffsmustern, lange bevor ein Mensch die Zeilen einzeln lesen könnte. Der Unterschied zur Zahlenspielerei oben ist nur der Einsatz, dort Unterhaltung, hier die Grundlage dafür, dass eine Störung erkannt wird, während sie noch klein ist.
Wer wissen will, wie dieser Muster-Blick im eigenen Betrieb aussieht, findet die Antwort im IT-Service von Netzleiter.