
Am Tag der offenen Moschee kommen Menschen in den Gemeinden zusammen und tauschen sich aus. Diese Tradition wollten wir 2020 trotz Pandemie weiterführen, denn gerade die Herausforderung bot auch Raum für Begegnung.
Moscheen-Tour durch St. Georg
QualiMoVe lud gemeinsam mit Vielfalt St. Georg-Borgfelde und dem Bündnis Islamischer Gemeinden in Norddeutschland zu einer Tour ein. Unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen gaben vier Gemeinden Einblick in ihr Gemeindeleben und die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch, auch über die Lage während der Pandemie.
Die Route führte über die Centrum Moschee (Böckmannstraße 40), die Sabikun Moschee (Steindamm 64), die Vahdet Moschee (Steindamm 47) und die Muhajirin Moschee (Kirchenallee 25). In den Gemeinden gab es kleine kulinarische Köstlichkeiten.
Warum dieser Tag wichtig ist

In Deutschland leben über vier Millionen Muslime. Viele kamen oder ihre Eltern und Großeltern im Zuge der Arbeitsmigration in den 1960er Jahren. Sie gründeten Vereine und Moscheen, sind längst heimisch geworden und leisten ihren gesellschaftlichen Beitrag.
Seit über 20 Jahren findet der Tag der offenen Moschee bundesweit am 3. Oktober statt, am Tag der Deutschen Einheit, als Zeichen der Verbundenheit. Bundesweit beteiligen sich über 1.000 Gemeinden.
Eines bleibt für mich offen ehrlich gesagt. Die Resonanz aus der nichtmuslimischen Gesellschaft ist oft bescheiden. Wir machen einen großen Aufwand, um die Leute willkommen zu heißen, und es kommen wenige. Der Vorwurf „Öffnet euch” ist schnell ausgesprochen, wir öffnen uns, und dann antwortet kaum jemand. Schade, denn ein Besuch ist die einfachste Art, Vorurteile loszuwerden. Und natürlich kann man eine Moschee auch außerhalb dieses Tages besuchen.
Mehr zum bundesweiten Aktionstag unter tagderoffenenmoschee.de.