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Mohammed-Karikaturen, meine Haltung

Aktualisiert:

Hamburger Skyline mit Kirchturm und Moscheekuppel im Abendlicht

Nach dem brutalen Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty, der Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt hatte, war der islamistische Terror zurück in Europa. Ich bin damals als Vorstandsmitglied der Schura dazu befragt worden, und meine Haltung möchte ich hier festhalten.

Das Wichtigste zuerst. Dass Samuel Paty wegen des Zeigens von Karikaturen bestialisch ermordet wurde, verurteile ich aufs Schärfste. Das ist ein Terrorakt, das ist Extremismus, und davon distanziere ich mich ohne jedes Wenn und Aber.

Gegen einen guten Witz habe ich nichts. Bei Karikaturen des Propheten Muhammad, sallallahu alayhi wa sallam, hört mein Humor aber auf. In den islamischen Werten ist der Prophet der beste Mensch, der je gelebt hat. Da sehe ich mein Humorzentrum nicht angesprochen.

Ich bin in Frankreich zur Schule gegangen und kenne die französische Gesellschaft mit ihrer strikten Trennung von Staat und Kirche gut. Anders ist es im deutschen Recht, wo Paragraph 166 dem Beschimpfen religiöser Gemeinschaften Grenzen setzt. Das sollte auch für Karikaturen gelten.

Mich beunruhigt, dass die Stimmen moderater Muslime, also der klaren Mehrheit, gerade untergehen. Wer heute sagt, ich bin gegen die Karikaturen, läuft Gefahr, als Extremist oder Terror-Versteher abgestempelt zu werden, in die Ecke „Du bist kein Demokrat, du gehörst nicht dazu”. Gibt es ein Recht auf Blasphemie? Ich finde nicht. Und ja, das schließt auch die Freiheit ein, Witze absolut nicht witzig zu finden.

Das ausführliche Gespräch, auch mit der Perspektive einer Hamburger Lehrerin, gibt es beim NDR.

Interreligiöses Miteinander, Stadtsilhouette


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