
2019 begann meine Reise in die Mediation beim IKM, dem Institut für Konfliktaustragung und Mediation in Hamburg. Die Ausbildung hat mir nicht nur einen breiten Methodenkoffer zur Konfliktlösung gegeben, sie hat auch neue Seiten an mir selbst sichtbar gemacht.
Die Motivation war vielschichtig, persönliche und berufliche Weiterentwicklung, vor allem aber der Wunsch, etwas beizutragen. In einer Zeit, in der Konflikte zum Alltag gehören, sehe ich in der Mediation eine Möglichkeit, Brücken zu bauen und Lösungen zu finden, die für alle Seiten tragbar sind.
Was Mediation ist
Mediation ist ein strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung. Eine unparteiische Person führt die Beteiligten durch einen Dialog in festen Phasen. Die Mediatorin oder der Mediator ist allparteilich, leitet das Gespräch und strukturiert es, bleibt inhaltlich aber außen vor und macht keine Lösungsvorschläge. Ziel ist eine Vereinbarung, die den künftigen Umgang miteinander regelt. Gerade wenn Menschen auch nach dem Konflikt verbunden bleiben, ist das die Basis für ein besseres Miteinander.
Die Ausbildung in Stufen
Das Verfahren folgt fünf Phasen, in denen der Mediator neutral vermittelt. Die Ausbildung ist modular aufgebaut.
- Basic, 100 Stunden. Für alle, die bei Alltagskonflikten vermitteln möchten, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in Beziehungen oder Schulen. Inhalte sind Konflikttheorien, die fünf Phasen und Konfliktberatung.
- Plus, Basic plus 20 Stunden. Damit sind die Voraussetzungen für die Zertifizierung als Mediator erfüllt, inklusive Recht der und in der Mediation.
- Pro, Basic plus bis zu 80 Stunden. Hier vertieft man Schwerpunkte, etwa interkulturelle Mediation, Konfliktmoderation in Gruppen, Mediation und Organisationsentwicklung oder Paar- und Elternkonflikte. Die Lizenzierung läuft über den Bundesverband Mediation.
Die Ausbildung hat mir wertvolle Kompetenzen vermittelt und neue Perspektiven eröffnet. Konflikte konstruktiv zu lösen, ist ein Weg, der der Gesellschaft guttut. Mehr zum Institut unter ikm-hamburg.de.
