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Administrator-Passwort vergessen, was jetzt hilft

Es passiert leiser, als man denkt. Ein neuer Rechner, ein Passwort in Eile gesetzt, ein paar Wochen später steht man vor der Anmeldung und der Kopf ist leer. Kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen gibt es einen ruhigen Weg zurück, wenn man weiß, welche Tür die richtige ist.

Wichtig vorweg, es gibt nicht das eine Administrator-Passwort. Privat sieht der Weg anders aus als im Unternehmen. Sortieren wir es.

Windows privat mit Microsoft-Konto

Melden Sie sich an Ihrem PC mit einem Microsoft-Konto an (die E-Mail-Adresse, mit der Windows verknüpft ist), läuft die Rücksetzung online. Öffnen Sie an einem beliebigen zweiten Gerät, Handy genügt, die Seite account.microsoft.com und setzen Sie das Passwort dort neu. Danach melden Sie sich am PC mit dem neuen Passwort an. Das ist der bequemste Fall, weil das Konto gar nicht am Gerät hängt, sondern bei Microsoft.

Windows privat mit lokalem Konto

Ein lokales Konto lebt nur auf diesem einen Rechner. Hier zählt, was Sie vorher eingerichtet haben.

Fehlt beides, wird es schwierig. Der von Windows vorgesehene Weg wäre ein Kennwortrücksetzdatenträger, also ein USB-Stick, den man anlegt, solange man noch hineinkommt. Wer den nicht hat, landet oft bei einer Neuinstallation. Die persönlichen Dateien lassen sich meist retten, der Aufwand ist trotzdem spürbar.

Im Unternehmen ist es ein anderer Fall

In einer Firma liegen Benutzer und Rechte selten auf dem einzelnen Gerät, sondern zentral im Active Directory, dem Verzeichnis, in dem Konten und Berechtigungen verwaltet werden. Dort setzt ein Domänen-Administrator das Passwort in wenigen Minuten zurück.

Der wichtige Teil liegt aber davor. Es braucht mindestens einen zweiten, dokumentierten Administrator-Zugang, sicher verwahrt und nicht im Kopf eines einzelnen Menschen. Ein Administrator-Konto, dessen Passwort nur einer kennt, ist kein Schutz, sondern ein Ausfallrisiko mit Ansage. Der Urlaub, der Krankheitsfall, der Jobwechsel, all das kommt, und dann fehlt der Schlüssel.

Was Sie sich sparen sollten

Im Netz kursieren viele Passwort-Cracker und Recovery-Tools aus zweifelhaften Quellen. Finger weg. Sie bringen oft Schadsoftware mit, und auf einem Firmengerät ist so ein Eingriff nicht nur riskant, sondern hinterlässt Spuren, die später Fragen aufwerfen. Der kurze Weg ist hier meistens der teure.

Die Lehre daraus

Ein Zugang ist wie ein Schlüssel. Den Zweitschlüssel legt man an, bevor man sich aussperrt, nicht in dem Moment, in dem man vor der verschlossenen Tür steht. Wer heute ein zweites Administrator-Konto einrichtet, seine Konten in einem Passwortmanager sichert und die Wiederherstellung einmal durchspielt, spart sich den unruhigen Abend später. Wie sich das Passwort ohnehin gerade wandelt, habe ich in Passwörter der Zukunft notiert.

Im Betrieb ist das kein Einzelgriff, sondern Teil eines geordneten IT-Alltags, in dem Zugänge, Notfallwege und Verantwortlichkeiten geregelt sind. Genau die Art unauffällige IT, die tragen soll und nicht beeindrucken will. Wer das für sein Unternehmen verlässlich aufgesetzt haben möchte, findet unter IT-Service den passenden Rahmen.


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